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Plädoyer für eine andere Wirtschaft

Internationale Sommerakademie der KAB-Frauen

Köln/Linz, 11. September 2016. Unter dem Titel „Solidarische Ökonomie – anders wirtschaften in Europa“ fand in der Zeit vom 28. August bis 3. September 2016 in Linz, Österreich, die 8. Internationale Sommerakademie der KAB statt.

32 Teilnehmende aus sechs europäischen Ländern (Deutschland, Italien, Österreich, Polen, Portugal und der Schweiz) diskutierten und entwickelten Perspektiven für eine andere Wirtschaft jenseits der vorherrschenden Wachstums-Ideologie. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA)  durchgeführt sowie unterstützt von der Europäischen Gemeinschaft.

Alternative Ökonomien standen im Focus des Seminars. Analysiert wurden die Zusammenhänge zwischen Wirtschafts- und Umweltkrise und der Zunahme sozialer Verwerfungen in Europa einerseits und andererseits wurden alternative Wirtschaftsmodelle betrachtet und ihre Praxisrelevanz ausgelotet.

„Diese Wirtschaft tötet“ – diese aufrüttelnde Aussage von Papst Franziskus stellte den Ausgangspunkt des Seminares dar. Fakten zur globalen Klima- und Ressourcenkrise und zur sozialen Spaltung verdeutlichten, dass es dringend an der Zeit ist, nach alternativen Wirtschaftsformen zu suchen. Dass eine andere notwendige Ökonomie möglich ist, stellte Frau Dr. Eva Fleischer, MCI Innsbruck, in ihrem Referat zu alternativen Modellen des Wirtschaftens vor. Sie stellte die Ansätze der Green Economy ebenso vor wie die Zukunftsentwürfe der Gemeinwohlökonomie und der Postwachstumsökonomie. 

Frau Mag. Sabine Gruber, Sozialwissenschaftlerin präsentierte konkrete Projekte zur Solidarischen Ökonomie wie u.a. ein Wohnprojekt, eine Wassergenossenschaft oder eine Reparaturwerkstatt. Eine Exkursion zur Urbanfarm verdeutlichte, dass eine solidarische Ökonomie erfolgreich funktionieren kann.

Die erarbeiteten Inhalte wurden von den teilnehmenden Frauen kreativ präsentiert und in Collagen visualisiert. Eine Publikation der Ergebnisse erscheint im Herbst.

Bericht Mechthild Hartmann-Schäfers